Putze selbst aufbringen
Tipps und wichtige Hinweise:
Bei Materialwechseln im Putzgrund oder labilen Untergründen wie z.B. ausgemauerten Wandschlitzen, Holzwolleleichtbauplatten etc. ist eine zusätzliche Putzbewehrung mit Armierungsgewebe erforderlich. Betten Sie hierzu das Armierungsgewebe im oberen Drittel des zu erstellenden Gipsputzes ein. Die Stöße des Armierungsgewebes sollten sich ca. 10 cm überlappen, sowie ca. 20 cm auf das benachbarte Mauerwerk übergreifen.
Zum Verputzen ungeeignete Flächen wie Holzbalken sind mit Putzträger (z. B. Streckmetall) zu überspannen. Hierbei muss der Putzträger allseitig mit mindestens 20 cm Überlappung auf den umgebenden und geeigneten Putzgrund übergreifen.
Achten Sie nach Fertigstellung der Putzarbeiten auf eine ausreichende Belüftung der Räume, damit der Putz gleichmäßig trocknet und seine Festigkeit erreicht.
Der Trocknungsprozeß sollte gerade im Winter bei beheizten Bauten durch gezieltes Stoßlüften unterstützt werden.
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Untergund fachgerecht vorbereiten Alle Untergründe wie z. B. Putz, Beton, Fertigbauteile etc. müssen fest, trocken, sauber, tragfähig und frei von Trennmittelrückständen (Schalöl, Staub o. ä.) sein. Schlecht haftender Putz, alte Tapeten, Farbreste u. ä. sind zu entfernen. Die Wände sind nach Hohlstellen abzuklopfen. Fehlstellen, Löcher oder Fugen sind vorher mauerwerksbündig zu verschließen. Während der Verarbeitung und Trocknung darf die Temperatur nicht unter + 5°C absinken. Angrenzende Bauteile wie Holz, Aluminium, Glas etc. sind vor Verschmutzung zu schützen! |
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Eckschienen setzen Zur Erzielung gleichmäßiger, planebener Putzflächen sind zumindest im Eckbereich Eckschienen zu setzen. Tragen Sie hierzu mit einer Kelle im Abstand von ca. 40 cm einen geeigneten Profilansetzmörtel punktförmig auf die Wand auf und drücken die Putzprofile ein. Überstehender Mörtel wird entfernt. Richten Sie die Eckschienen mit einer Wasserwaage lot- und fluchtgerecht aus. Achten Sie darauf, dass Sie im Außenbereich sowie in Feuchträumen ausschließlich rostfreie Schienen verwenden! |
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Aufbrennsperre (Grundierung) Probau Aufbrennsperre wird als Voranstrich auf stark oder unterschiedlich saugenden Untergründen wie z. B. Porenbeton, stark saugendem Ziegelmauerwerk, Mischmauerwerk etc. zur Vermeidung des „Aufbrennens“ von Putz im Innen- und Außenbereich verwendet. Durch den Auftrag wird ein gleichmäßiges Abbinden der folgenden Putzschichten gewährleistet. Dies bedeutet eine längere Endbearbeitungszeit (offene Zeit) und die Verhinderung von Rissbildung. Verarbeitung: Tragen Sie ca. 100 - 150 ml/m² Probau Aufbrennsperre unverdünnt mit der Walze oder Bürste voll deckend auf. Am nächsten Tag können Sie mit den weiteren Putzarbeiten beginnen. |
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Betonkontakt (Grundierung) Probau Betonkontakt wird als Grundierung auf glatten, schwach oder nicht saugenden Untergründen im Innenbereich eingesetzt. Hierdurch wird der notwendige Haftverbund zwischen Gipsputzen zu vorgenannten Untergründen hergestellt. Probau Betonkontakt ist nicht als Haftbrücke für nachfolgende Kalk, Kalkzement- und Zementputze geeignet. Hierfür empfehlen wir unseren Probau Klebe- und Armierungsmörtel. Verarbeitung: Probau Betonkontakt wird mit der Walze oder Bürste gleichmäßig aufgetragen. Der Materialverbrauch beträgt ca. 0,25 - 0,35 kg/m². Nach einer Trocknungszeit von ca. 24 Stunden können Sie mit nachfolgenden Putzarbeiten beginnen. |
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Haftputzgips anrühren Streuen Sie einen Sack (30 kg) Probau-Haftputzgips in ca. 20 l sauberes Wasser ein. Nach kurzem Einsumpfen rühren Sie das Material verarbeitungsgerecht und knollenfrei an. Hierfür eignet sich besonders gut ein Rührquirl. Das so angemischte Material sollten Sie innerhalb der nächsten 20 Minuten auftragen und plan verziehen. Die Ergiebigkeit beträgt ca. 3,6 m²/Sack bei einer Putzdicke von 10 mm. |
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Haftputzgips auftragen Tragen Sie den Putz mit der Edelstahltraufel in der gewünschten Stärke auf. Die mittlere Putzdicke soll 10 mm betragen; an einzelnen Stellen ist eine Mindestdicke von 5 mm zulässig. Die maximale Dicke darf bei einlagiger Verarbeitung 20 mm nicht überschreiten. |
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Haftputzgips abziehen Anschließend wird der frische Putz mit der Kartätsche lot- und fluchtgerecht verzogen. Zur Herstellung geglätteter Flächen (für nachfolgende Beschichtung mit Tapeten oder Anstrichen) ziehen Sie den Haftputz mit der Kartätsche nach ausreichendem Ansteifen nochmals ab. |
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Haftputzgips filzen Nach weiterem Ansteifen des Putzes feuchten Sie die Oberfläche mit einer nassen Bürste o. ä. leicht an und filzen den Putz mit einer feuchten Schwammscheibe ab. |
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