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WDVS mit Dämmplatten

Untergrund prüfen
Unabhängig vom jeweiligen Anwendungsfall (Neubau oder Sanierungsbereich) müssen die Untergründe stets planeben, tragfähig, trocken und staubfrei sein.
Das bedeutet: Der Untergrund wird auf Hohlstellen untersucht; lose Partikel müssen entfernt, nötigenfalls abgeschlagen werden.
Sockelprofile anbringen
Die Sockelprofile sind entsprechend der Dämmstoffdicke auszuwählen.
Vor Beginn der Verlegearbeiten muss die Sockelhöhe festgelegt und mit einer Richtschnur markiert werden.
Die Sockelschienen lot- und fluchtgerecht ansetzen und mit dem Bleistift die Bohrlöcher markieren. Mit der Schlagbohrmaschine die Dübellöcher bohren.
Es empfiehlt sich sowohl an den Stößen links und rechts, als auch alle ca. 30 cm einen Nageldübel zu setzen.
Beim Übergang der Sockelleisten sind Sockelprofilverbinder zu verwenden.
Unebenheiten des Untergrundes werden mit Unterlegscheiben ausgeglichen. Im Montageset befinden sich Dübel, Sockelprofilverbinder und Unterlegscheiben für ca. 25 lfm Sockel.
An den Ecken des Gebäudes sind die Sockelschienen auf Gehrung zu schneiden.
Alternativ können auch vorgefertigte Eckstücke verwendet werden.
Kleber anmischen
Den Spezial-Klebemörtel (Fertigmörtel + Wasser) in der benötigten Menge in einem Mörteltrog anmischen. Zum Verrühren ist ein stabiler Rührquirl gut geeignet. Das Material wird zu einer pastösen, knotenfreien Masse angerührt, nach kurzer Quellzeit nochmals durchgerührt und evtl. durch weitere Wasserzugabe verarbeitungsgerecht eingestellt.
Kleber auftragen
Die Verklebung erfolgt im sog. Punkt-Wulst-Verfahren. Die Dämmplatten werden mit einer umlaufenden Wulst am Plattenrand versehen. Zusätzlich werden in Plattenmitte einzelne Klebepunkte aufgebracht.
Tragen Sie so viel Klebemörtel auf, dass mindestens 60% der Plattenflächen mit dem Untergrund verklebt sind.
Platten ansetzen
Die Platten sofort nach dem Kleberauftrag press gestoßen ansetzen und schiebend am Untergrund andrücken. Auf fluchtund lotrechte Verlegung achten, damit eine glatte, planebene Fassadenfläche erreicht wird. Keine Klebermasse in die Plattenstöße bringen.
Dämmplatten verlegen
Die Dämmplatten (Fugenleitplaten) sind in waagerechten Reihen im Verband mit einem Überbindemaß von mindestens 20 cm zu verlegen. Kreuzfugen sind zu vermeiden.
Zur Vermeidung von Rissbildungen sollten die Fugen der Dämmplatten nicht direkt auf die Ecken von Gebäudeöffnungen zulaufen.
Die Verlegung sollte so erfolgen, dass die Stöße der Dämmplatten von den Ecken der Öffnungen einen Mindestabstand von 10 cm aufweisen.
Plane Flächen werden bei Polystyrolplatten durch Schleifen erreicht. Den Schleifstaub gründlichst entfernen. Durch UV-Einwirkung vergilbte Hartschaumdämmplatten vor weiterer Verarbeitung abschleifen und entstauben.
Brandbarrieren
Bei EPS-Dämmstoffplatten mit Dicken > 100mm muss bei schwer entflammbaren WDVS aus Brandschutzgründen oberhalb jeder Öffnung im Bereich von Stürzen ein mindestens 200 mm breiter und mindestens 300 mm seitlich überstehender (links und rechts der Öffnung) nichtbrennbarer Mineralwolle-Dämmstreifen verwendet werden. Ideal sind Mineralwolle-Lamellen im Format 120 x 20 cm. Diese müssen nur noch in der Länge zugeschnitten werden und können dann vollflächig mit Spezial-Klebemörtel angeklebt werden.
Dübeln bei der Sanierung
Bei unzureichender Tragfähigkeit der Wand, wie z. B. bei der Altbausanierung, werden die Dämmplatten zusätzlich mit 6 Dübeln/m2 befestigt. Das Verdübeln sollte frühestens 3 Tage nach der Dämmplattenverklebung erfolgen.
Dübellänge ermitteln
Die Dübellänge wird wie folgt ermittelt:
Erforderliche Dübellänge = Mindestverankerungstiefe +
Altputzdicke + Toleranzausgleich (Kleber) + Dämmstoffdicke.

Die Mindestverankerungstiefe für den Schraubdübel STR U beträgt 25 mm.
Dübel setzen
Nach ausreichender Aushärtung des Klebe- und Armierungsmörtels werden an den vorgesehenen Stellen mit einem Bohrer (8 mm) Löcher durch die Dämmung in den tragfähigen Untergrund gebohrt (Zugabe beachten) und anschließend gereinigt (ausgeblasen). Die Dübel werden eingesetzt und mit einem Akku-Schrauber so weit eingeschraubt bis der Teller flächenbündig zur Dämmstoffoberfläche sitzt. Anschließend wird die Dübelkopfoberfläche mit Stopfen verschlossen.
Dübelschema
Die Verdübelung sollte gemäß dem Schema auf dem nebenstehenden Bild erfolgen.
Es sind 6 Tellerdübel pro m² anzubringen.
Allgemeines
Das Wärmedämm-Verbundsystem muss schlagregendicht ausgeführt werden. Dazu müssen alle Anschlüsse des Wärmedämm-Verbundsystems an Fenster und Türen, Fensterbänke, angrenzende ungedämmte Bauteile mit expandierenden Fugendichtbändern (für alle Anschlüsse geeignet) oder mit sog. Anschlussleisten (Anputzleisten mit Gewebe) für Fenster und Türen ausgeführt werden.
Anputzleisten
Anputzleisten sind selbstklebende Kunststoffleisten mit PE- Schaumstoffband und integriertem Armierungsgewebe. Zur Montage die Profile auf Länge schneiden. An vorgesehener Stelle des Fester-/Türrahmens aufkleben und Dämmplatten gegenstossen. Schutzpapier der Lasche abziehen und auf der Klebefläche zum Schutz der Fenster eine Folie aufkleben. Armierungsschicht aufbringen (Abzugskante der Leiste benutzen) und trocknen lassen. Schutzfolie vorsichtig abziehen. Lasche auf der gesamten Länge einmal nach vorne knicken und entlang der Sollbruchkante entfernen.
Fugendichtbänder
Anschlüsse an andere Bauteile wie z. B. Fensterbänke müssen mit Fugendichtbändern ausgeführt werden. Hierzu wird das Fugendichtband entlang der Berührungslinie der fertig montierten Fensterbank und der Dämmplatten vorgeklebt. Anschliessend Dämmplatten gegenstossen. Fugendichtbänder nicht um Ecken herumlegen, sondern schneiden und stumpf stossen. Armierungslage und Oberputz mit Kellenschnitt von den Fensterbänken trennen. Das Fugendichtband 15 x 3 eignet sich für Fugenbreiten von 3 bis 5 mm.
Gewebeeckwinkel
An den stoßgefährdeten Ecken eines Gebäudes sowie an Fenstern und Türen, werden Gewebeeckwinkel angebracht.
Zur Montage den Klebeund Armierungsmörtel mit einer Zahnspachtel auf die Ecken auftragen und die Gewebeeckwinkel mit der Glättspachtel einarbeiten.
Diagonalarmierung
In den Eckbereichen von Gebäudeöffnungen (wie Fenster, Türen etc.) treten höhere Spannungen auf, die zu Rissbildungen führen können. Deshalb sind hier zusätzliche Gewebepfeile einzuarbeiten.
Armierungsschicht
Auf der Fläche den Klebe- und Armierungsmörtel mit der Zahnspachtel aufkämmen. Danach das Gewebe faltenfrei von oben nach unten mit einer Überlappung von ca. 10 cm eindrücken und mit einer Glättspachtel einbetten. Mit Klebe- und Armierungsmörtel die Oberfläche ebenziehen, so dass eine 3-5 mm dicke Armierungsschicht aufgetragen ist.
Grundierung aufbringen
Nach ausreichender Trocknungszeit des Klebe- und Armierungsmörtels (Standzeit mindestens 1 Tag pro mm Auftragsdicke) wird auf die gesamte Fläche mit einer Farbrolle Edelputz-Grundierung aufgetragen. Durch die weiße Farbe der Grundierung wird ein Durchscheinen des grauen Untergrundes durch die nachfolgende Putzschicht vermieden. Zusätzlich wird das Saugverhalten des Klebe- und Armierungsmörtels reduziert und vereinheitlicht.
Nach etwa 24 Stunden Trocknungszeit des Grundierungsanstrichs, kann mit dem Auftragen des Oberputzes, z. B. Münchner Rauhputz, Scheibenputz, Siloxanputz oder Buntstein-Sockelputz, in der gewünschten Körnung begonnen werden.
Oberputz verarbeiten
Mineralischer Edelputz Münchner Rauhputz / Scheibenputz
Der Putz wird mit Wasser in einem sauberen Mörtelkübel mit dem Rührquirl angerührt und mit einer Edelstahltraufel in Kornstärke aufgezogen.
Zum Strukturieren wird der noch frische Putz mit der Kunststofftraufel oder Moosgummischeibe rund, waagrecht oder senkrecht (Münchner Rauhputz) oder einheitlich kreisend (Scheibenputz) abgerieben.
Oberputz verarbeiten
Pastöser Oberputz – Siloxanputz K/R – Buntsteinputz
Siloxanputz mit der Edelstahltraufel gleichmäßig auf Kornstärke aufziehen und je nach gewünschter Struktur mit der Kunststofftraufel gleichmäßig abscheiben und strukturieren. Siloxanputz R (Rillenputzstruktur) rund, waagrecht oder senkrecht strukturieren.
Buntsteinputz mit Edelstahltraufel gleichmäßig auf Kornstärke aufziehen und sofort mit Edelstahltraufel abglätten.
Beim Verarbeiten der Oberputze bitte beachten:
Beim Auftragen und Strukturieren der Oberputze ist unbedingt darauf zu achten, dass dies immer frisch in frisch geschieht, um der Bildung von Ansätzen vorzubeugen.
Egalisationsanstrich
Nach der Oberflächentrocknung (frühestens nach 3 Tagen) ist bei eingefärbtem mineralischem Edelputz ein Egalisationsanstrich im Putzfarbton aufzubringen. Hierdurch wird eine gleichmäßige Farbgebung erzielt und der Witterungsschutz zusätzlich erhöht.

Das brauchen Sie weiters:

Münchner Rauhputz  PROBAU Scheibenputz  PROBAU Siloxanputz Kratzputz PROBAU WDVS - Buntsteinputz PROBAU WDVS-Edelputz-Grundierung  PROBAU WDVS-Egalisationsfarbe  PROBAU WDVS-Klebe- und Armierungsmörtel  PROBAU



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